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und sonz so?

Osama in Ami-Land

Der weltweit gesuchte Terroristenf?hrer Osama bin Laden kennt die USA nach Angaben eines fr?heren Freundes besser als bislang bekannt.
Als junger Mann sei Bin Laden um das Jahr 1978 herum mit seiner Frau und seinem ?ltesten Sohn in die USA gereist, sagte der ehemalige Bin-Laden-Freund Chaled Batarfi dem US-Magazin ?New Yorker?.

Der Besuch habe Bin Laden sehr irritiert, erinnerte sich der saudiarabische Journalist. Besonders die neugierigen Blicke auf seine verschleierte Frau h?tten den USA-Reisenden ver?rgert. Nach seiner R?ckkehr habe er erz?hlt, dass Passagiere in einem US-Flugzeug sogar Fotos von seiner Frau geschossen h?tten. Er habe sich gef?hlt ?wie in einer Show?.

Keine Akten, Osama zu unwichtig?

Batarfi zufolge hatte sich Bin Laden zu der Reise entschlossen, um seinen kranken Sohn in den USA medizinisch behandeln zu lassen. Die Reise fand statt, bevor sich Bin Laden in Afghanistan den islamistischen Mudschahedin anschloss und das Terrornetzwerk El Kaida gr?ndete. Vertreter von US-Regierung und Geheimdiensten konnten laut ?New Yorker? nicht best?tigen, dass Bin Laden schon einmal in den USA war. Es l?gen keine Akten mehr dar?ber vor.

gefunden bei: http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=22202&DDI=3303
31.12.05 18:49


Maradona: Bush = Bullshit

So kennt man Diego Maradona eigentlich nicht. Der Weltmeister von 1986 hat den US-amerikanischen Pr?sidenten George W. Bush im Rahmen einer Protestaktion im argentinischen Mar del Plata aufs Sch?rfste angegriffen und Bush als "menschlichen M?ll" abgestempelt. Maradona reiste in einem Zug voller Demonstranten in das argentinische Seebad und trug dabei wechselweise T-Shirts mit Aufschriften wie "M?rder" und "Stop Bush".

"Lasst uns Bush loswerden"

Bei der Abschluss-Veranstaltung im Stadion verk?ndete Maradona unter dem Jubel von 40.000 Zuschauern: "Lasst uns Bush loswerden." Zuvor hatte der 45-J?hrige in einem Interview mit der franz?sischen Nachrichtenagentur AFP zu drastischeren Ausdr?cken gegriffen: "Ich bin stolz, ein Argentinier zu sein, der mit diesem Zug fahren kann, um gegen den menschlichen M?ll zu protestieren, der Bush ist. Wenn wir unsere Kr?fte vereinen, k?nnen wir zeigen, dass wir "Nein" sagen."

gefunden bei: http://focus.msn.de/sport/news?id=206085&oid=2155&DDI=3305
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na ja, el pibe de oro hat zwar nicht unrecht, allerdings sollte er sich imho mal schon zur?ckhalten . wer f?r ein freundschaftsspiel zu einem wohlt?tigen zweck 200.000 euro verlangt, ein freund von fidel castro und drogenabh?ngig ist bzw. war sollte sich erstmal an die eigene nase packen bevor er andere als menschlichen m?ll bezeichnet.
31.12.05 18:55


Gegen das Gesetz des Schweigens

Sechs Frauen gegen die IRA

Am 5. Mai 2005 wird in Gro?britannien und auch in Nordirland gew?hlt. Dort haben die Menschen wenig Hoffnung, dass sie damit am Terror in ihrem Land etwas ?ndern k?nnten. Aber sechs mutige Frauen brechen das Gesetz des Schweigens und fordern die IRA heraus.
Robert McCartney, ein Katholik, der von Katholiken get?tet wurde, liegt auf einem katholischen Friedhof am Rande von Belfast. Robert McCartney war Gabelstaplerfahrer. Er hatte immer Sinn Fein immer gew?hlt, den politischen Arm der IRA. Er war 33, als er am 30. Januar 2005 erschlagen, aufgeschlitzt und ermordet wurde im Zentrum von Belfast.

Internationale Hilfe
Es soll Streit gegeben haben in der Bar, ein Grund ist nicht bekannt. Es gibt 70 Zeugen, doch keiner meldet sich mit brauchbaren Hinweisen: keine Gest?ndnisse und deshalb keine Verhaftungen. Das IRA-Gesetz des Schweigens funktioniert noch immer. Zur?ck blieben seine Verlobte Bridgeen Hagan und seine f?nf Schwestern. Sie alle k?mpfen gemeinsam um Gerechtigkeit und brauchen auch internationale R?ckendeckung. Jetzt hoffen sie auf Unterst?tzung des Friedensnobelpreistr?gers Nelson Mandela. Sie alle haben ein einziges Ziel: die M?rder Roberts vor Gericht zu bringen. Und sie erfahren jeden Tag, wie schwer das ist.

Die sechs Frauen treffen sich Tag f?r Tag im Haus von Paula McCartney im katholischen Viertel Short Strand, um ihre Kampagne zu organisieren. Diese hat ihnen zahllose Fernsehauftritte, auch in den USA, und einen Besuch im Wei?en Haus bei George W. Bush gebracht! Sie sprachen mit Senatoren und Kongress-Abgeordneten, die viel Einfluss in Irland haben. Sie waren in Br?ssel. Aber sie arbeiten auch au?erhalb der Scheinwerfen mit Parteien und Menschenrechtsorganisationen zusammen.

Bedr?ckender Alltag
Und sie halten zusammen, und sie halten sich gegenseitig, die sechs starken Frauen von Belfast. Sie brauchen auch Kraft f?r die ganz allt?glichen Dinge, sechs M?tter, die sich um insgesamt 19 Kinder k?mmern m?ssen. "Was immer ihr sagt, sagt nichts", steht an einer Mauer. Ein drohender Hinweis an m?gliche Zeugen, aber vor allem eine Drohung an die McCartneys. So war Bridgeen und Roberts vierj?hriger Sohn Conlean wochenlang nicht im Kindergarten. Ende Mai versucht er es zum ersten Mal wieder, erfolglos. ?berall haben ihn die Blicke jener Kinder verfolgt, deren V?ter zu den Mordverd?chtigen geh?ren.

Bridgeen macht keinen Schritt alleine und immer wieder treffen sie und die Schwestern auf Drohung, Einsch?chterung und Verleumdung - und auf den IRA-Mann, der den Mordbefehl gab und der weiter in Freiheit ist. Aber sie machen weiter, so Paula: "Nat?rlich ist das bedr?ckend und das w?hlt uns tagelang auf. Aber man muss das ?berwinden und mit der wichtigsten Aufgabe weitermachen, damit der Kampf weitergeht und diese Leute vor Gericht kommen."

Gerechtigkeit statt Rache
Ein Kampf, der mitten im nordirischen Wahlkampf stattfindet. Viele warme Worte hat ihnen Sinn-Fein-Pr?sident Gerry Adams gesagt und einige Mitglieder ausgeschlossen. Aber wirklich geschehen ist nichts. Und auch das IRA-Angebot, die Schuldigen zu erschie?en, haben die McCartneys als Falle erkannt und zur?ckgewiesen. Und deshalb sind sie auch selbst nicht in die Politik gegangen. F?r Paula ist klar: "Es ist kein Kampf von uns Frauen gegen die M?nner von Sinn Fein und der IRA. Es ist einfach nur ein Kampf gegen die M?rder von Robert. Aber um an diese Leute heranzukommen, m?ssen wir uns leider mit der IRA und mit Sinn Fein auseinander setzen."

Die sechs Frauen leben zwischen Alltag und Albtraum, zwischen Kraft und Verzweiflung. Sie wissen, dass es noch ein schwerer Weg ist bis zum Tag der Gerechtigkeit. Denn Rache wollen sie nicht. Und sie wissen auch, dass da noch viele Tage der Trauer sein werden. "Ich wei? nicht, wie es weitergehen soll; wie ich weiterleben soll ohne ihn", sagt Bridgeen Hagen. "Aber er w?re bestimmt stolz darauf, dass wir weiter k?mpfen." So stolz wie viele Menschen in Nordirland, die den Terror satt haben.

12.10.05 14:56


Viermal scheintot

97-j?hrige Kolumbianerin zum vierten Mal irrt?mlich f?r tot erkl?rt
Alte Dame ist wieder wohlauf und will 100 Jahre alt werden
Bogota - Schon zum vierten Mal ist eine 97-j?hrige Kolumbianerin am Donnerstag offiziell f?r tot erkl?rt worden - und ist nach nach eigenen Angaben weiter wohlauf. "Es ging mir nicht so gut, weil ich krank war, aber jetzt geht es schon besser", versicherte Do?a Ramona aus dem nordkolumbianischen Ort Sabanal am Freitag. Der Arzt Jorge Curi hatte bei ihr keine Lebenszeichen mehr feststellen k?nnen, nachdem sie in ein diabetisches Koma gefallen war. Wenige Minuten nachdem er ihren Totenschein ausgestellt hatte, habe sich die Frau in ihrem Bett aufgerichtet, berichtete der Mediziner.
7.10.05 19:00


Reich, reicher, unsichtbar

Die Dinge sind verworren. Bei der M?lheimer Ruhrzeitung behaupten sie, Karl Albrecht wohne in M?lheim. Dort sagt dann ein Anwohner, nee, hier lebt nur der Sohn, der kauft zwar t?glich unten im Aldi ein, hat aber mit dem Imperium kaum was zu tun; Karl senior wohnt in K?ln. Im Personenarchiv steht, Karl lebe in Essen, Theo auf F?hr. In Essen hei?t es, ach was, das mit F?hr sei ja steiler Unsinn, der Theo wohne dahinten in dem Reihenhaus und der Karl im Wald. Und ein Redakteur der Essener NRZ seufzt: ?Lassen Sie?s. Wir haben mal extra einen Piloten gemietet und Luftaufnahmen von den H?usern gemacht. Ich wei? bis heute nicht, ob das die richtigen H?user waren. Sp?ter hie? es, das von Theo sei das von Karl und umgekehrt und andere sagten, das stimme alles ?berhaupt nicht.?

Ein Mann sitzt am hintersten Ende von Essen auf seinem Rasenm?her, einem Traktor im Disneyformat. ?Was suchen Sie denn??, fragt er. ?Den Karl Albrecht. Ich m?chte etwas schreiben ?ber die Unsichtbarkeit des deutschen Reichtums anhand der Albrechts.? ?Da brauchen Sie nicht ?ber die Albrechts schreiben. Wir sind hier alle unsichtbar.? Da hat er Recht; das stimmt schon gartenbautechnisch.

Alle G?rtner, die hier arbeiten, m?ssen eine Zusatzausbildung beim Bundesgrenzschutz gemacht haben: Wie pflanzt man Gew?chse derart, dass dahinter alles verschwindet ? Die Str??chen, die sich in den Wald davonschl?ngeln, sind ein Dorado f?r dunkeldichte Nadelb?ume und Hartlaubgew?chse. Und die Klingelschilder sind fast alle leer. Auf einem steht wie zum Spott K. Mustermann.

Yetis in Essen
Theo und Karl Albrecht sind die Br?der Mustermann unter den deutschen Milliard?ren: Sie sind mit ihren 30 Milliarden Euro die Reichsten und mit ihren zwei bekannten Fotos die Unsichtbarsten. ?Die Albrechts leben zur?ckgezogener als der Yeti?, klagte Forbes einmal. Wenn das Magazin allj?hrlich seine Liste der reichsten Menschen abdruckt, m?ssen sie immer auf dieselben Bilder zur?ckgreifen, zwei krisselige Aufnahmen, die wie Standbilder aus einer Derrick-Folge aussehen, mausgraue Herren vor hingeramschter Achtziger-Jahre-Architektur. Die Bilder hat der M?nchner Fotograf Franz Ruch gemacht.

Er mietete sich 1987 f?r Forbes einen Bus und wartete zwei Wochen lang;h?ngte sich morgens an ihre Autos, stromerte vor den H?usern herum, und irgendwann hatte er sie dann. Theo kriegte er, als der mittags zum Essen ging, Karl, als er nach Feierabend die Firma verlie?.

Auf einem Nachbargrundst?ck steigt eine Frau aus ihrem Mercedescoup? und n?hert sich freundlich. Als der Name Albrecht f?llt, rasseln vor ihrem Gesicht die Jalousien runter, und sie sagt den wunderbaren Satz: ?Sie werden verstehen, dass ich aus juristischen Gr?nden dazu keine Stellung beziehen kann.?

Sp?ter hat angeblich nochmal jemand die Albrechts in einer Essener Kirche fotografiert. Der Fotograf musste eine Unterlassungserkl?rung unterschreiben und die Bilder rausr?cken. Nat?rlich wollten die Aldis auch Ruchs Bilder verbieten. Aber irgendwann haben sie nachgegeben. Vielleicht weil sie wussten, dass dann Ruhe ist. ?So hab ich jetzt mein kleines Monopol?, sagt Ruch.

Eine Putzfrau kommt vorbei, die gerade fertig ist mit ihrer Schicht und zischelt: ?Klar, hier das Haus, da wohnt der Karl. Der hat in der Stra?e das Sagen, der bestimmt, wer wo mit seinen Hunden laufen darf.? Soweit das durch Gestr?pp und B?ume zu sehen ist, ist das Haus ein mond?nes Anwesen, mehrere ineinander gesteckte W?rfel, Flachdach, halb Finca, halb LBS-Werbung. Die Buchen hier haben schon gebl?ht, als das Industriezeitalter noch nicht mal am Horizont zu sehen war. Weiter die Stra?e runter hoppelt ein Hase durch den Zaun eines unsichtbaren Nachbarn.

?Reichtum ist ein scheues Wild?, stellten SPD und Gr?ne fest, als sie 1999 den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung in Auftrag gaben. Eigentlich wei? niemand, wie viele Reiche es gibt in Deutschland. Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die alle f?nf Jahre Einnahmen und Ausgaben von 75000 Haushalten protokolliert, l?sst Menschen mit einem Einkommen von mehr als 18000 Euro im Monat au?er Acht.

Seit das Bundesverfassungsgericht 1996 die Verm?genssteuer abschaffte, f?llt auch diese Erkenntnisquelle weg. Und von den 300 Milliarden Euro Verm?gen, die nach Sch?tzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft in Steueroasen geparkt sind, wei? auch niemand nichts Genaues. ?Es dr?ngt sich der Verdacht auf, dass Unkenntnis ?ber hohe Einkommen vielleicht sogar eine ihrer Grundvoraussetzungen darstellt,? sagt der Bochumer Reichtumsforscher Ernst Ulrich Huster.

Huster glaubt, die Unsichtbarkeit des deutschen Reichtums h?nge mit dem Mythos vom Wirtschaftswunder zusammen: ?Schuld ist die Fiktion, dass wir 1949 bei Gr?ndung der Bundesrepublik alle gleich waren und uns dann mehr oder weniger hochgearbeitet haben, deshalb gibt es kaum aktuelle Verm?gensstatistiken.?

Nach 1945, als alles am Boden lag und der Markt v?llig neu aufgebaut wurde, hatten tats?chlich auch Newcomer eine Chance. ?Es gab eine gr??ere soziale Durchl?ssigkeit?, so der Darmst?dter Soziologe Michael Hartmann. Axel Springer, Max Grundig, der Schraubenverk?ufer Reinhold W?rth, sie alle stammen nicht aus reichen Familien. Seit den achtziger Jahren ist die Chance aufzusteigen viel geringer geworden. Die Milliard?re bleiben seither quasi unter sich.

Der Kleinwagen h?lt mit quietschenden Reifen. Eine Frau kurbelt die Scheibe runter und sagt gehetzt: ?Sie stehen hier schon richtig, aber den werden Sie nie zu Gesicht bekommen. Hier sieht man niemanden. Die gehen alle zum Lachen in den Keller.? Schon ist sie weg.

Die gesichtslosen Albrechts sind kein Sonderfall. Kennen Sie Otto Beisheim? Dem geh?ren Metro und 4,2 Milliarden Euro. Das Managermagazin schreibt ?ber ihn: ?Beisheim litt jahrelang unter dem Zwang, einen h?heren Zustand der Abwesenheit zu erreichen, als einfach nur nicht da zu sein.

Deshalb lie? er sich nicht blicken, markierte Phantom, spukte herum wie der verstorbende Milliard?r Howard Hughes.? Von Dieter Schwarz, dem Lidl-Besitzer, gibt es auch nur ein einziges Foto. Aber bei Schwarz kennt man wenigstens den Geburtsort.

Im Archiv hei?t es: ?Karl Albrecht, kath., wurde am 20. Febr. 1920 (der Geburtsort ist, wie viele andere Details aus A.?s Leben, nicht bekannt) geboren.? Derselbe Satz, mit anderem Geburtsdatum, leitet auch Theos Biografie ein. Der Vater verdingt sich als B?cker, nachdem er sich unter Tage eine Staublunge zugezogen hat. Damit die Familie nicht verhungert, er?ffnet die Mutter 1913 in Essen-Schonnebeck einen Kr?merladen. 1946 ?bernehmen die beiden Kriegsheimkehrer Theo und Karl den Laden, 1961 er?ffnet der erste Aldi (Albrecht-Discount).

Im selben Jahr wurde Deutschland nicht nur in Ost und West, sondern auch in Nord und S?d geteilt. Heute wird der Unternehmenswert auf 25 Milliarden Euro gesch?tzt. Allianz, Commerzbank und HypoVereinsbank sind zusammen ungef?hr genausoviel wert.

Karl z?chtet Orchideen und war mal hervorragender Golfer. Theo macht immer hinter sich das Licht aus, bringt allen Mitarbeitern bei, Papier beidseitig zu beschriften und kundschaftet in Hotels als Erstes die Fluchtwege aus. Das ist alles, was man ?ber die beiden wei?. Daraus wurde dann die Legende von den b?roklammerhaften, spartanischen Nachkriegsmilliard?ren gestrickt.

Aber wei? man das? Es steht halt ?berall. Und es steht vor allem deshalb ?berall, weil Dieter Brandes es in seinem Buch ?Konsequent einfach? so geschrieben hat. Brandes war Gesch?ftsf?hrer bei Aldi. Heute arbeitet er nicht mehr f?r die Firma, aber sein Buch liest sich wie aus dem Inneren eines Propagandaministeriums. Trotzdem schreiben alle bei ihm ab, es gibt ja sonst nichts. Noch so ein Monopol.

Man kann die Geheimniskr?merei der Albrechts verstehen, Theo wurde 1971 entf?hrt, sieben Millionen Mark L?segeld ?berreichte der Bischof Franz Hengsbach damals nach zwei Wochen auf einem Parkplatz den beiden Kidnappern. Es war die bis dahin teuerste deutsche Entf?hrung. Damals erfuhren die Deutschen ?berhaupt erst davon, dass die Br?der mit ihren Kartonverwahranstalten so reich geworden waren.

Die Gangster dachten zun?chst, dass sie aus Versehen den Buchhalter erwischt h?tten. Der Entf?hrer Paul Krohn, in D?sseldorf als ?Diamantenpaule? bekannt, lie? sich Theos Ausweis zeigen, so irritiert war er vom mausgrauen, abgewetzten Outfit des Milliard?rs. ?Sie sind doch der Herr Albrecht, oder? Der Theo Albrecht?!?

Acht Jahre nach seiner Freilassung strengte Theo dann einen Musterprozess an, weil er die sieben Millionen von der Steuer absetzen wollte. Sein Anwalt argumentierte, das L?segeld sei betriebsbedingt gezahlt worden, Albrecht sei ja nicht als Privatperson, sondern als Firmeninhaber entf?hrt worden.

1953 hielt Karl auf einem Treffen des Lebensmittelverbandes einen Fachvortrag. Das ist die einzige ?berlieferte gesch?ftliche ?u?erung der beiden. Damit stellen sie noch den Schriftsteller Thomas Pynchon in den Schatten, der sich 40 Jahre vor Journalisten verstecken konnte, bis ihn CNN 1997 ausfindig machte.

Pynchon lockte den Reportern die Zusage ab, das Material nicht zu zeigen, indem er ihnen daf?r ein Interview versprach. Dieses so genannte Interview besteht aus zwei S?tzen, die die Albrechts wahrscheinlich sofort unterschreiben w?rden: ?Das Wort ,Einsiedler? ist doch eine Art Codewort unter euch Journalisten, das bedeutet: mag nicht mit Reportern reden. Lassen Sie mich deutlich sein: Ich mag einfach nicht photographiert werden.? Damit war alles gesagt.

Verschwunden im Imperium
Karl Albrecht war in seinem Vortrag 1953 pragmatischer. Aber auch er hat damals alles gesagt: ?Unsere ganze Werbung liegt im billigen Preis.? F?r Werbeagenturen, Unternehmensberater und Marktforschung haben die Br?der in 60 Jahren keinen Pfennig ausgegeben. Stattdessen waren sie einfach billig. Anfangs haben sie Butter unter Selbstkostenpreis verkauft und das Geld woanders eingespart: Es gab bei ihnen keine K?hlregale. Die Angestellten mussten die Butter nach Feierabend in den Keller schleppen und morgens wieder raufholen.

Im ?schberghof gibt es an diesem Sommerabend buttrigen Fisch und Wei?wein. Karl hat das F?nfsternehotel 1978 an den Rand von Donaueschingen gebaut, in Sichtweite eines Aldi-Zentrallagers, ein Abschreibungsobjekt, das seine Sterne dem mit 27 L?chern damals gr??ten deutschen Golfplatz zu verdanken hat. Hier reden sie von Karl Albrecht wie von einem leutseligen Onkel.

Der sei ja so nett, sagt ein M?dchen an der Rezeption. Und der Manager kriegt sich gar nicht mehr ein, er habe schon an vielen H?usern gearbeitet, aber ?ich hab selten so einen Charismatiker erlebt.? Karl Albrecht, ein Charismatiker? ?Diese Gr??e! Wer bin ich in dem Unternehmen? Niemand. Aber Herr Albrecht redet mit mir v?llig normal. Der sitzt hier oft im Restaurant, trinkt ein Bier und freut sich. Der hat einen Erfahrungsschatz, da k?nnen Sie nur noch zuh?ren.? Und von dem Mann soll es nur ein Foto geben?

Ach ja, von Theo gibt es noch ein Foto, von 1971. Es zeigt ihn nach der Freilassung, auf seinem Balkon. Er sagte damals nur einen Satz: ?Ich hoffe, dass der Rummel beendet ist und dass nichts mehr ?ber meine Entf?hrung ver?ffentlicht wird.? Dann verschwand er auf Nimmerwiedersehen in seinem Haus und seinem Imperium.

Hinter dem ?schberghof steht ein kleiner Bungalow, in dem wohnt Karl der Gro?e, wenn er hier vorbeikommt. Klingeling, keiner da. Das einfache H?uschen ist akkurat umz?unt, am Fenster steht ein Kaktus vor Gardine, mehr ist auch hier nicht zu sehen. Auf dem Golfplatz f?hrt ein ?lterer Mann herum, der sagt, der Albrecht habe noch im Alter von 70 Jahren ein Handicap von sieben gehabt. Jetzt lebe er ?brigens in der Schweiz, und seither komme er ja leider gar nicht mehr vorbei.

(SZ vom 19.8.2005)

3.10.05 11:01


Wie ein Mann die Welt verarschte...

Der "Piano Man" hielt alle zum Narren
LONDON. Das R?tsel um den "Piano Man" ist gel?st: Viereinhalb Monate nach der Einweisung des "sprachlosen" Unbekannten in eine englische Psychiatrie stellte sich heraus, dass der Mann ein Bayer ist.

Der 20-j?hrige Mann hat die ?rzte monatelang zum Narren gehalten. Seinen Spitznamen "Piano Man" hatte der Patient erhalten, weil er niemals sprach, aber sehr gerne Klavier spielte.

Die Zeitung "Daily Mirror" berichtet nun unter Berufung auf Krankenhauskreise in Dartford, der Mann habe am Freitag urpl?tzlich den Mund aufgemacht. Eine Krankenschwester habe gefragt: "Na, werden Sie heute mit uns sprechen?", und da habe er geantwortet: "Ja, ich glaube schon". Anschlie?end habe er zugegeben, dass er das Krankenhauspersonal get?uscht habe, schrieb der "Daily Mirror". Der Deutsche habe nach eigener Aussage fr?her mit psychisch Kranken gearbeitet und deren Verhaltensweisen nachgeahmt.

Der Unbekannte war am 7. April in einem tropfnassen schwarzen Anzug am Strand der K?stenstadt Sheerness im S?dosten Englands aufgetaucht. Da er verwirrt wirkte und nicht sprach, wurde er in in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses in Dartford gebracht. Laut "Daily Mirror" erkl?rte er jetzt, er habe sich umbringen wollen, nachdem er seinen Arbeitsplatz in Paris verloren habe.

Die Krankenhausmitarbeiter entdeckten seine musikalische Begabung, als sie ihm Papier und Bleistift in die Hand gaben. Der Patient zeichnete daraufhin einen Fl?gel. Als sie ihn zu einem Klavier f?hrten, begann er zu spielen und h?rte zwei Studen lang nicht mehr auf.

Der Fall erregte international gro?es Aufsehen, bei einer Vermissten-Hotline in Gro?britannien gingen mehr als 1000 Hinweise auf die Identit?t des geheimnisvollen Patienten ein. Einmal hie? es, es handle sich um den tschechischen Musiker Tomas Strnad, ein anderes Mal wurde der Mann als franz?sischer Stra?enmusikant identifiziert.


3.10.05 13:40


Ein Mann von dieser Welt

"Sir Alfred?" Der Mann, sch?tteres Haar, bleicher Sch?del, dicke Augenbrauen, nickt auf eine Art, die man nicht anders als hoheitsvoll bezeichnen kann. D?rr und kerzengerade sitzt Sir Alfred auf seiner roten Bank im Terminal 1 des Flughafens Charles de Gaulle in Paris, Boutique-Ebene, Abflugzone. Die Bank ist von S?cken, T?ten, Schachteln umstellt, und erst auf den zweiten Blick erschlie?t sich die wohl?berlegte Strategie. Zwei Flughafenw?gelchen, beladen mit prall gef?llten Lufthansa-Reiseboxen und Stofftaschen ? Clio voyages culturelles ? schirmen die offene Seite des Lagers ab. Im R?cken sch?tzt die Glasfront der Abflughalle, die Westflanke wird von einem Pfeiler bewacht sowie von mehreren zusammengefalteten 25-Kilogramm-FedEx-Boxen, die einen festen Schild bilden. Ein Tischchen von der nahen Bye-bye-Bar rundet den Wall zu einer sicheren Burg. Darin verschanzt, sitzt Sir Alfred und legt ohne jede Hast sein Dreibandradio auf die Bank, das er sich eben noch an die Ohren gepresst hat. Diese rote Bank, auf der Sir Alfred sitzt, Schwedendesign aus den siebziger Jahren, ist leicht gerundet und zur H?lfte mit Sir Alfreds Bettzeug belegt: das Leintuch gefaltet, die d?nne Kunststoffmatte zusammengerollt.

Auf dem Flughafen Charles de Gaulle kommen t?glich 200000 Menschen an oder fliegen weg. Nur einer bleibt: Sir Alfred. Die Lautsprecherstimme ruft zum Flug nach Singapur. Am Eingang zu seiner Festung m?chte Sir Alfred meinen Ausweis sehen. Nicht wenige Interviews hat er gegeben, drei Filme wurden ?ber ihn gemacht, und jeden Kontakt mit der Au?enwelt notiert er auf wei?em Papier vom nahen Copy-Shop. 3000 Bl?tter sind mit Tagebuch-Eintragungen gef?llt, doppelt beschrieben, so dass 6000 Seiten zusammengekommen sind im Laufe der 15 Jahre, die er nun auf dieser Bank verbringt; dreimal in den letzten neun Jahren musste er f?r Journalisten von einem Ausflug in die Stadt berichten.

Sie d?rfen, sagt er, als sein Blick auf das Tonband f?llt, meine Stimme nicht aufnehmen. Das sagt er sehr sanft und sehr bestimmt, und dann l?chelt er ein bisschen. Das L?cheln von Sir Alfred ist r?tselhaft, fast so, als ob sich ihm auf dem Flughafen, in diesem Schattenreich zwischen Himmel und Erde, zwischen den Z?llen und zwischen den Staaten, Geheimnisse erschlossen h?tten, die sich keinem Sterblichen mitteilen lassen. Die Amerikaner, sagt er. Dann schweigt er und schaut wieder hoheitsvoll.

?Ich bin gesund, weil ich genug Zeit habe, um zu schlafen?

Ein Gesch?ftsmann, schwer mit Koffern beladen, bleibt pl?tzlich stehen. Hi, Sir Alfred, ruft er, ich habe Sie im Fernsehen gesehen. Sir Alfred hebt die Hand zum Gru?. Der kommt aus New York, registriert er, hat CBS geguckt.

Sir Alfred rasiert sich jeden Morgen auf der Flughafentoilette; die Haare schneidet er sich selbst. Vielleicht w?re wieder mal ein Profi-Schnitt f?llig, denn rings um den Sch?del ringeln sich die dunklen Haare wie junge Reben. Damit sieht Sir Alfred ein bisschen aus wie ein Professor, und tats?chlich tut er ja auch nichts anderes, als den lieben langen Tag Zeitungen und B?cher zu lesen und Radio zu h?ren; auf diese Weise hat er Franz?sisch gelernt. Au?erdem scheint in den G?ngen von Terminal 1 Tag und Nacht das Neonlicht, und das mag zur Bl?sse beigetragen haben, die dem Mann ein leicht vergeistigtes Aussehen verleiht. Er tr?gt einen Pullover mit der Aufschrift ?Irish Basket Team?, den hat er in der Boutique Le Printemps im selben Geschoss gekauft. Nicht wenige Leute haben ihm schon Kleider schenken wollen, aber er hat sie alle zur?ckgewiesen. Die Leute hier, sagt er, ber?hren mich nicht. Es sind ja alles Fremde. Und au?erdem sind die meisten von ihnen arm.

Sir Alfreds Hose aber ist von Mark Spencer geschneidert. Ein Flughafenangestellter hat es, auf seine Bestellung, aus der Stadt mitgebracht. Viele Flughafenangestellte und Flight-Attendants kennen ihn. Einige geben ihm Essengutscheine, damit geht er zu McDonald?s, bestellt mit Vorliebe Fisch und Cola light. Vor f?nf Jahren hat er einen Zahn verloren, als er bei McDonald?s auf ein Br?tchen biss. Jetzt ist er 58, gesundheitliche Probleme kennt er nicht. Nie Fieber, nie das Bein gebrochen. Bestimmt, sagt er mit diesem unersch?tterlichen Optimismus, der ihn auszeichnet, weil ich genug Zeit habe, um zu schlafen. Der katholische und der evangelische Flughafenpriester k?mmern sich um sein Seelenheil, den evangelischen hat er lieber, der ist freundlicher.

Auch die Polizei behandelt ihn nett. Nur manchmal r?umt sie seine Zeitungen weg. Sir Alfred hat die Angewohnheit, alles aufzubewahren, Ketchup-Beutelchen, Trinkhalme, auch alte Zeitungen, denn manchmal gef?llt es ihm nachzubl?ttern, wie die Welt damals ausgesehen hat, am 3. April 1997 beispielsweise. Deshalb geh?ren zu seiner Burg auch einige S?cke voller alter Postillen, und manchmal tragen die Polizisten wieder eine Ladung weg, weil sie die Brandgefahr f?rchten. Ihn selbst lassen sie sitzen, seit Jahren schon.

Wer sind Sie, Sir Alfred? Geduldig und mit sanfter Stimme gibt der Mann Auskunft, die H?nde zwischen die Knie geklemmt. In meinem iranischen Pass stand Merhan Karimi Nassiri. Aber in Belgien habe ich mir einen christlichen Namen zugelegt, Alfred. Was geschah mit dem iranischen Pass? Den hatte ich nicht mehr, weil ich das Persien des Schahs verlassen musste, 1977. Ich reiste ?berallhin, auch nach Deutschland, aber niemand wollte mich. Erst Belgien hat mich als Fl?chtling anerkannt, das war 1981, und von da an hie? ich Alfred.

Und was geschah mit den Fl?chtlingspapieren? 1988 wollte ich nach England. Dort war ich Anfang der siebziger Jahre als Student gewesen, um Serbokroatisch zu studieren. Aber in Paris wurden alle meine Papiere gestohlen. Die Engl?nder schickten mich nach Paris zur?ck, die Franzosen lie?en mich nicht mehr ins Land, die Belgier wollten nichts mehr von mir wissen. So blieb ich auf dem Flughafen.

Ohne Papiere? Oh, vor vier Jahren wollten mir die Belgier wieder einen Fl?chtlingsausweis geben. Aber den habe ich nicht unterschrieben. Warum nicht? Da stand mein alter Name drin, Merhan Karimi. Aber ich hei?e Alfred. Aber, Sir Alfred, mit diesem Ausweis h?tten Sie doch den Flughafen verlassen k?nnen! Der Mann l?chelt nur. Er z?ndet sich eine Zigarette an, f?hrt sie zum Mund mit exquisiter Geste. Ich will aber nicht den Flughafen verlassen. Ich will reisen, die Welt kennen lernen. Er zeigt auf die drei zusammengefalteten FedEx-Boxen, die seine westliche Flanke sch?tzen. Da drin hat alles Platz, was ich brauche, 75 Kilogramm. Ich bin bereit. Aber um zu verreisen, brauche ich einen richtigen Pass mit meinem richtigen Namen drin und keinen Fl?chtlingsausweis. Verstehen Sie?

Zeigt sich etwa ein Riss in Sir Alfreds unersch?tterlichem Gleichmut? Seine Stimme zittert ein bisschen. Er f?chelt sich Luft zu mit einer runden, goldenen Tortenunterlage. Ich verstehe, Sir Alfred. Haben Sie Freunde? Er denkt lange nach, und dann ist seine Stimme wieder ruhig und sanft wie eh. Nein, ich habe keine Freunde. Mein Anwalt ist der Mensch, der mich am besten kennt. Aber auch er kennt meine Familie nicht. Kennen Sie Ihre Familie? Nein. Ich wei? nicht, wer meine Mutter ist. Vielleicht eine Engl?nderin, vielleicht eine Schwedin, vielleicht eine Schottin. Die Amerikaner sind dabei, es zu kl?ren. Vielleicht, f?hrt er im gleichen ruhigen Tonfall fort, m?sste ich ein Mobiltelefon haben.

Warum, Sir Alfred? Tom Hanks hat versprochen, mir eines mitzubringen, wenn er mal vorbeischaut. Dann wei? ich immer, wenn?s was Neues gibt. Wann kommt er denn vorbei, Tom Hanks? Ich wei? es nicht. Die Amerikaner haben jetzt mit dem Drehen begonnen. Der Film hei?t Terminal. Tom Hanks spielt den Mann, der auf dem Flughafen festsitzt, weil kein Land ihn will. Aber es ist nicht mein Film. Es ist der Film von Steven Spielberg.

Ma?tre Bourget, Sir Alfreds franz?sischer Anwalt, best?tigt die Geschichte des Mannes, der auf dem Flughafen Charles de Gaulle in Paris festsitzt, weil ihn kein Land haben will. Merhan Karimi Nassiri war aus politischen Gr?nden aus dem Iran geflohen. In Belgien erhielt er einen Fl?chtlingsstatus, in Frankreich wurden seine Papiere gestohlen. Die Engl?nder sandten ihn nach Frankreich zur?ck. Die franz?sische Polizei nahm ihn wegen illegaler Einreise fest. Da er keine Papiere besa?, konnte man ihn nicht in sein Herkunftsland deportieren.

1992 entschied ein Gericht in Paris, dass der Mann nicht illegal in den Flughafen Charles de Gaulle gekommen sei, weswegen man ihn von dort nicht verweisen d?rfe. Gleichzeitig weigerten sich die franz?sischen Beh?rden, ein Transit- oder Fl?chtlingsvisum auszustellen. Die belgischen Beh?rden meinten, dass die originalen Dokumente, die zur Ausstellung des Asylscheines in Br?ssel verwahrt wurden, nicht nach Paris gesandt werden k?nnten. Der Mann m?sse sich, um eine Verwechslung auszuschlie?en, pers?nlich ins Land bem?hen. Gleichzeitig verweigerte das Land allerdings die R?ckkehr, weil es das Gesetz einem Fl?chtling, der das Land freiwillig verlassen hat, nicht erlaubt, dorthin zur?ckzukehren. Als sich dann, Jahre sp?ter, Belgien doch noch bereit erkl?rte, ihn erneut als Fl?chtling aufzunehmen, weigerte sich Sir Alfred, den Flughafen zu verlassen. Er wollte mehr als ein Asylpapier. Er wollte eine Identit?t.

?Ich warte auf die Kreditkarte, dann wird alles einfacher?

Vielleicht hatte er sich in elf Jahren ja auch schon an das Leben in seiner Burg gew?hnt ? und das war gef?hrdet genug. Aus dem Burger King um die Ecke wurde McDonald?s, st?ndig wechselten die Namen der Boutiquen, und jetzt wurde auch noch das Paris Scribe geschlossen direkt vor seiner Nase, wo die Reisenden noch schnell einen Handkoffer erstehen konnten. Das hat zwar den Vorteil, dass das grelle Licht nicht mehr st?rt und dass er morgens l?nger schlafen kann, daf?r hat er niemanden mehr, der auf sein Hab und Gut aufpasst, wenn er sich was zu essen holt. Woher, Sir Alfred, haben Sie das Geld f?r Essen und Kleider? Aber, antwortet Sir Alfred, ich bin doch reich. Vielleicht, sagt er, und l?sst seinen Blick langsam ?ber die paar Leute gleiten, die tr?bselig in ihren Sesseln hocken, bin ich der einzige Million?r hier.

Tats?chlich wurde der Mann, der ewig auf einen Flug wartet, zu einer Ber?hmtheit und befl?gelte die Fantasie von Journalisten und Filmemachern. Einer der Filme, die ?ber ihn gedreht wurden, zeigt ihn als Opfer einer kafkaesken B?rokratie: Alexis Couros Warten auf Godot im CDG Airport. Ein anderer sieht Sir Alfred als einen Menschen auf der Suche nach einem besseren Ich: Hamid Rahmanian, Sir Alfred of CDG Airport. Schon 1993 entstand ein franz?sischer Spielfilm, der sich von Sir Alfreds Geschichte inspirieren lie?: Vom Himmel gefallen, mit Jean Rochefort und Marisa Paredes. Und schlie?lich kam auch Hollywood auf den Geschmack, Steven Spielberg kaufte sich Alfreds Geschichte. In Terminal, Ende 2004 in den Kinos, spielt Tom Hanks einen Mann, dessen Heimat in den Wirren des Krieges von der Landkarte verschwindet und der deshalb keinen g?ltigen Pass mehr besitzt. Er h?ngt im Flughafen von New York fest und verliebt sich dort in eine h?bsche Stewardess, Catherine Zeta-Jones.

Bislang hat Sir Alfred keinen der Filme, die ?ber ihn gedreht wurden, gesehen. Er hat auch nie Fernsehen geschaut, nur Zeitungen gelesen und einige B?cher, von denen ihm Chamber?s Encyclopedia Dictionary am liebsten ist. Darin liest er immer wieder die Biografien ber?hmter M?nner, und von denen, sagt er sanft, hat ihn ein Mann namens Adolf Hitler am meisten beeindruckt.

Und die Liebe, Sir Alfred, war da nichts in diesen langen Jahren? Paris, sagt er mit seinem r?tselhaften L?cheln, Paris ist eine Stadt ohne Vergn?gen. Und Kinder? Haben sie nie davon getr?umt, Kinder zu haben? Kinder gibt es. Die kann man nicht tr?umen. F?hlen Sie sich manchmal einsam, Sir Alfred? Ja, manchmal. Aber daf?r habe ich mein Radio. Dann h?re ich Radio. Traurig? Warum traurig? Ich bin weder traurig noch verzweifelt. Ich bin ein Winner. Seit vier Jahren bin ich ein Sieger. Die Amerikaner zahlen alle meine Auslagen. Ich warte nur auf die Kreditkarte. Dann wird alles noch einfacher.

Und das Tonband, Sir Alfred? Durfte es vielleicht deswegen nicht laufen, weil die Amerikaner es verbieten? Sir Alfred nickt freudig, und sein L?cheln hat pl?tzlich gar nichts Entr?cktes mehr. Fast, als w?re er froh, endlich eine vern?nftige Frage zu h?ren. So steht es im Vertrag. Und dann holen sie mich in die USA, es ist alles schon abgemacht. Das Fernsehen macht einen Film ?ber mich und ich reise nach Kalifornien. Und dann versuche ich, in Kanada einen Pass zu bekommen oder in den USA. In Europa nicht mehr. Hier ist doch alles viel zu kompliziert.
11.9.05 15:08


Das Pentagon und die Sex-Bombe

Das Pentagon enth?llt in neuen deklassifizierten Dokumenten Pl?ne, nach denen die USA an sog. demoralisierenden chemischen Waffen forschen lassen wollten. Die nicht-t?dlichen Mittel sollten die Disziplin der feindlichen Truppen zerst?ren.
Bizarres Highlight, so newscientist.com, sei dabei die Idee einer Bombe mit aphrodisierender Wirkung gewesen, um feindliche Soldaten untereinander sexuell unwiderstehlich zu machen. So provozierte Homosexualit?t sollte Disziplin und Moral brechen.
Andere Kampfstoffe sollten Bienen oder Ratten ins feindliche Lager locken, die Haut feindlicher Soldaten unertr?glich hochempfindlich gegen Sonnenstrahlen machen oder starken Mundgeruch verursachen. Ob tats?chlich danach geforscht wurde, ist unklar.

bleibt kommentarlos...
10.9.05 16:49





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